01.01.2026
Dies ist eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Erklärung der Software CEREC OnCore Basics und konzentriert sich vor allem auf den Designprozess für zahntechnische Restaurationen. Der Designprozess ist der wichtigste Teil von CEREC OnCore Basics, da hier die eigentliche Erstellung und Formgebung der Restaurationen erfolgt.
Neue Oberfläche und Workflow
Die Software bietet eine neu gestaltete Benutzeroberfläche mit einem Workflow-Assistenten, der von einer horizontalen Fortschrittsleiste auf die linke Bildschirmseite verlegt wurde. Der Workflow umfasst mehrere zentrale Schritte: das Definieren der Restaurationsgrenzen/Präparationsränder (werden automatisch erkannt, können jedoch manuell korrigiert werden), die Auswahl von Fertigungsgeräten und Materialien, die automatische Designgenerierung mittels biogenerischer Algorithmen sowie die Fertigung (setzt die Installation von CAM24 und kompatible Geräte wie Primemill oder Primeprint voraus, jedoch nicht MCXL).
Designgenerierung und Werkzeuge
Die automatische Designgenerierung unterstützt aktuell nur den biogenerischen Einzelzahnmodus; Funktionen wie Kopieren und Spiegeln sind in dieser Version noch nicht verfügbar. Das System verwendet bestehende, optimierte Algorithmen statt KI und erzeugt Designs sehr schnell – in etwa 20 Sekunden, was schneller als bei Wettbewerbern ist. Die Designvorschläge sind im Vergleich zu früheren CEREC-Versionen verbessert und benötigen nur minimale Anpassungen.
Die Software enthält bekannte Werkzeuge wie Form-Tools (Auftragen, Abtragen, Glätten), Positionierungswerkzeuge sowie das beliebte Design-Tool mit kreisförmigen anatomischen Optionen in zwei oder vier Richtungen. Neu ist eine geführte Kontaktanpassung zur automatischen Kontaktverwaltung. Außerdem können Nutzer beide Seitenleisten ausblenden, wodurch eine deutlich größere Konstruktionsfläche als bisher entsteht.
Zusätzliche Möglichkeiten
Die Software bietet eine verbesserte Undo/Redo-Funktion, die im Praxisalltag besser funktioniert als in früheren Versionen. Zu den Anzeigeoptionen gehören detailreiche, realistische und Graustufen-Ansichten sowie die Möglichkeit, verschiedene Elemente einzublenden – z. B. Ober-/Unterkiefer, Restaurationsstatus, Kontaktpunkte, Präparationsränder und Mindeststärke. Nutzer können Designvorschläge bewerten; dieses Feedback trägt zur Systemverbesserung bei – ähnlich wie Rückmeldemechanismen bei KI-Systemen.
Export und Kompatibilität
Eine wichtige Funktion, die nur in der teuren 249-Euro-Version verfügbar ist, ist das Herunterladen der Designs als STL-Dateien, wodurch sich neue Produktionsmöglichkeiten eröffnen. Außerdem kann die Arbeit an ein Dentallabor gesendet werden oder bei Bedarf zur klassischen DS-Core-Umgebung zurückgekehrt werden.